Insights
Notizen aus dem Maschinenraum des Mittelstands.
Keine Ratgeber-Floskeln. Konkrete Prozesse, konkrete Branchen, konkrete Fehler — und was sie kosten.

Liefertreue berechnen: Termintreue, Mengentreue und OTIF an 18 Auftragspositionen
Die Liefertreue sagt, welcher Anteil Ihrer Auftragspositionen zum bestätigten Termin beim Kunden ankommt. Dieser Beitrag zeigt die Formeln für Termintreue, Mengentreue und OTIF, rechnet einen Liefermonat mit 18 Positionen durch und nennt fünf Zählfehler.

XYZ-Analyse berechnen: Wie gleichmäßig ein Artikel abgeht und was die ABC-XYZ-Matrix für die Bestellung heißt
Die XYZ-Analyse teilt die Artikel eines Lagers danach ein, wie stark ihr Monatsverbrauch schwankt. Dieser Beitrag rechnet sie an fünfzehn Artikeln eines Ersatzteillagers mit zwölf Monatswerten durch, legt sie neben die ABC-Klassen und zeigt fünf Zählfehler mit Zahlen.

ABC-Analyse berechnen: Wo das Geld durchs Lager fließt und was die Klasse für die Bestellung heißt
Die ABC-Analyse sortiert die Artikel eines Lagers nach ihrem Verbrauchswert und teilt sie in drei Klassen. Dieser Beitrag rechnet sie an fünfzehn Artikeln eines Ersatzteillagers durch und zeigt fünf Zählfehler mit Zahlen.

Lagerumschlag und Lagerreichweite: Was die Summe über den einzelnen Artikel verschweigt
Der Lagerumschlag sagt, wie oft sich ein Bestand im Jahr erneuert, die Lagerreichweite, wie lange er hält. Dieser Beitrag rechnet beide an einer Bestandsliste mit sechs Artikeln durch und zeigt fünf Zählfehler mit der falschen und der richtigen Zahl.

Meldebestand berechnen: Die Formel ist kurz, die Wiederbeschaffungszeit macht die Arbeit
Der Meldebestand ist der Bestand, bei dem Sie nachbestellen, damit die Lieferung eintrifft, bevor der Sicherheitsbestand angebrochen wird. Dieser Beitrag rechnet ihn für sechs Artikel eines Ersatzteillagers durch und zeigt fünf Zählfehler mit Zahlen.

Optimale Bestellmenge berechnen: Was die Andler-Formel kann und was sie voraussetzt
Die optimale Bestellmenge ist die Menge je Bestellung, bei der Bestellkosten und Lagerkosten eines Jahres zusammen am niedrigsten sind. Dieser Beitrag rechnet die Andler-Formel an einer Bestandsliste durch und zeigt fünf Fehler mit Zahlen.

OEE berechnen: Formel und Beispielrechnung an einer Schicht
Die OEE-Formel passt in eine Zeile. Schwierig ist, was man in sie einsetzt. Dieser Beitrag rechnet eine Schicht an einer Drehmaschine vollständig durch und zeigt sechs Zählfehler, nach denen die Zahl gut aussieht und nichts mehr aussagt.

Taktzeit berechnen: Was der Kunde vorgibt und was die Zelle schafft
Die Taktzeit sagt, in welchem Abstand der Kunde ein Teil braucht. Dieser Beitrag rechnet sie an einer Schicht in einer Montagezelle durch, stellt sie neben Zykluszeit und Durchlaufzeit und zeigt fünf Zählfehler mit der falschen und der richtigen Zahl.

Auftragserfassung automatisieren: Bestellungen aus PDF und E-Mail ins ERP, ohne sie abzutippen
Die Bestellung kommt als PDF per E-Mail, und jemand im Innendienst tippt sie ins ERP. Dieser Beitrag rechnet vor, was das kostet, vergleicht die Wege daran vorbei und zeigt den automatischen Ablauf Schritt für Schritt, samt den Stellen, an denen er scheitert.

Wertstromanalyse am Beispiel: ein Drehteil vom Rohmaterial bis zum Versand
Eine Wertstromanalyse versteht man am schnellsten an einem durchgerechneten Fall. Hier ist einer: ein Lagerflansch in einem kleinen Zerspanungsbetrieb, vom Ist-Zustand über die Datenkästen bis zum Soll-Zustand. Jede Zahl lässt sich nachrechnen.

SMED-Methode im Mittelstand: Rüstzeit reduzieren in fünf Schritten
SMED klingt nach Großserie und eigener Lean-Abteilung. Im Kern stellt die Methode jeder Tätigkeit beim Rüsten eine einzige Frage: Muss die Maschine dafür stehen? So wenden Sie sie in einem Betrieb mit wenigen Maschinen an.

Wareneingangskontrolle mit Checkliste: was an der Rampe geprüft wird und von wem
Eine Checkliste für die Wareneingangskontrolle in fünf Stufen, von der erwarteten Lieferung bis zur Reklamation. Zu jedem Prüfpunkt steht, wogegen Sie abgleichen und wer ihn übernimmt.

Die Inventur ist eine Fehlerquittung und keine Bestandskorrektur
Einmal im Jahr wird gezählt, die Differenz ausgebucht, und alle sind erleichtert. Dabei ist die Differenz kein Ergebnis, sondern die Rechnung für zwölf Monate, in denen Ihr Betrieb mit falschen Beständen disponiert hat.

Den Soll-Prozess modellieren, ohne den Ist-Prozess zu romantisieren
Ein Soll-Prozess legt fest, wie ein Ablauf künftig laufen soll, mit Schritten, Zuständigkeiten und Daten. Durch Streichen im Ist-Prozess entsteht er nicht. Er entsteht aus drei Entscheidungen, die man ausdrücklich treffen muss, sonst trifft sie die Gewohnheit.

Warum wir zum Festpreis arbeiten — und was das für Sie ändert
Ein Tagessatz belohnt Anwesenheit. Ein Festpreis belohnt ein Ergebnis. Der Unterschied klingt nach Kaufmannsdetail, verändert aber die Arbeit selbst — und er verlagert ein Risiko, das im Mittelstand bisher fast immer beim Auftraggeber lag.

Reklamationen sind Ihre beste Prozessdiagnose — und die einzige, die Sie schon bezahlt haben
Reklamationen werden abgearbeitet, dokumentiert und abgelegt. Als Datensatz betrachtet zeigen dieselben Vorgänge sehr genau, an welcher Stelle im Prozess Ihr Betrieb systematisch Fehler erzeugt — kostenlos, weil die Erhebung längst gelaufen ist.

Durchlaufzeit: Warum Ihre Schätzung immer zu niedrig ist
Fragen Sie fünf Leute nach der Durchlaufzeit eines Auftrags, und Sie bekommen fünf ähnliche Zahlen, die alle zu niedrig sind. Sie addieren die Arbeit und vergessen das Liegen. Dieser Beitrag zeigt die Formel, rechnet einen Auftrag durch sechs Stationen und nennt fünf Zählfehler.

Medienbrüche: Was das Abtippen wirklich kostet
Eine Bestellung kommt als PDF, jemand tippt sie ins ERP. Das dauert vier Minuten und wirkt harmlos. Die Zeit ist dabei der kleinere Posten — der größere ist die Fehlerrate, und die zahlen Sie an ganz anderer Stelle.

Was nach dem Berater bleibt — und warum meistens nichts bleibt
Nach sechs Monaten läuft der neue Prozess wieder wie der alte. Das liegt selten am Konzept und fast nie an der Belegschaft. Es liegt daran, dass drei Dinge im Projekt nicht geklärt wurden, die keine Präsentation enthält.

Stammdaten: Die stille Fehlerquelle, die wie ein Systemproblem aussieht
Wenn das ERP falsche Ergebnisse liefert, wird über das ERP diskutiert. In den meisten Fällen rechnet es korrekt — nur mit Daten, die seit Jahren niemand mehr geprüft hat. Woran Sie das erkennen und warum ein Systemwechsel das Problem mitnimmt.

Rüstzeiten: Die Stunden, die in keiner Kalkulation stehen
In der Kalkulation steht eine Rüstzeit. Sie stammt meist aus der Zeit, als die Maschine neu war, und wird seitdem fortgeschrieben. Was in der Halle tatsächlich passiert, weicht davon regelmäßig um den Faktor zwei ab — mit Folgen für Losgrößen, Termine und Preise.

Der Wareneingang ist kein Nebenschauplatz — er ist Ihr teuerster Engpass
Kein Betrieb investiert freiwillig in den Wareneingang. Er gilt als Abladestelle, nicht als Prozess. Genau deshalb entstehen dort Verzögerungen, die zwei Abteilungen später als Fertigungsproblem ankommen — und dort teuer falsch gelöst werden.

Was ein Prozess-Audit wirklich findet (an einem Beispiel)
Fast jeder Betrieb hat eine feste Überzeugung, wo der Engpass sitzt. Und fast immer sitzt er woanders. Ein erfundenes Beispiel aus der Fertigung zeigt, warum die vermutete Ursache selten die echte ist.

Excel als Schatten-ERP: Woran Sie es erkennen und was es kostet
Ein Schatten-ERP sind die Tabellen, mit denen ein Betrieb neben seinem ERP plant und bestellt. Dieser Beitrag zeigt die Anzeichen, rechnet die Doppelpflege an einem erfundenen Beispiel durch und beschreibt den Weg zurück zu einer Quelle pro Zahl.

Warum die Auftragsbestätigung im Großhandel vier Tage dauert
Der Kunde bestellt am Montag und hört bis Donnerstag nichts. Nicht weil jemand faul ist, sondern weil zwischen E-Mail-Postfach, ERP und Lager drei Medienbrüche liegen. Eine Rechnung, was das kostet — und wie man es abstellt.